reflections

Anas 2. Brief

Weißt du noch, als wir uns kennengelernt haben?
Oh ich weiß noch wie du mich gehasst hast.
Du wolltest nichts von mir wissen.
Und was ist jezt? Wir sind die besten Freundinnen.
Und ich hoffe du willst das nicht aufgeben, denn ich will doch wirklich nur das beste für dich.

Ich hatte Mitleid mit dir. Solches Mitleid mit dir und deinem großen Körper und deinem viel zu kleinem Selbstbewusstsein.

Andere haben dich gemieden. Sie haben dich heimlich und manchmal auch extra so dass du es hörst die Dicke genannt.
Das hat dich innerlich zerfressen. Das weiß ich. Aber was hast du getan? NICHTS. Du hast nichts getan. Bis ich gekommen bin.
Ich bin zu dir gekommen und hab dich aus dem verdammten Kreisverkehr der aus Schokolade, Keksen, Chips, McDonalds
bestand, in die richtige Richtung geführt.
Nicht in den Kreis des Fressens.
Nicht in die Sackgassen die du sonst nie ausgelassen hast.
Ich habe dir einen anderen Weg gezeigt.
Einen Weg der besser für dich ist.
Der Weg um Freunde zu finden, und um dich selbst zu mögen.
Der Weg um dich nicht mehr verstecken zu müssen und stolz auf dich zu sein.
Der Weg für schön befunden, akzeptiert und geliebt zu werden.
Der Weg zur Perfektion.
Der Weg zu mir.
Der Weg zu ANA...

Natürlich wolltest du das am Anfang nicht.

Du fandest es anscheinend toll das sich keiner die Mühe machte sich deinem Namen zu merken, weil sowieso jeder gleich wusste wer mit der Dicken gemeint ist.
Und aus lauter Freude darüber hast du dir dann gleich eine Tüte Chips reingezogen.
Und ich hab dir so oft gesagt, du sollst aufhören.

Die paar Leute die dich akzeptierten, sie sagten nie das sie dich dick finden, nein nicht mal mollig ... ja sie sagten es nicht, aber glaub mir,
sie dachten es!!!
Es sah jeder, nur du wolltest nicht hinsehn.
Und das konnte ich nicht mehr länger mit ansehen.
So kam ich.
Das schlechte Gewissen nach jedem Chip, nach jedem Rippchen Schokolade.
Und dann wurden wir Freunde.

Ich liebe es alles für dich zu sein. Auch wenn ich manchmal noch echt streng zu dir sein muss.
Aber du gefällst mir immer besser. Hast immerhin schon ein kleines bisschen von diesem riesigen Bauch abgespeckt.
Aber er ist immer noch zu groß.
Genauso wie die dicken Waden und Oberschenkel und das speckige in deinem Gesicht.

Nein hab keine Angst. Wir schaffen das.
ICH bin bei dir.
ICH bin für immer bei dir.
Manchmal hab ich es gar nicht so leicht mit dir.
Du fängst an zu zicken und fällst in deine alten Muster.
Die elendige Fresserei.

Ich rede die ganze Zeit auf dich ein. Und in deinem Kopf weißt du auch schon was ich danach verlangen werde...
Und sobald du über der Toilettenschüssel hängst bereust du deine Entscheidung zu fressen zu tiefst.
SCHAU DICH DOCH AN!
Stell dich doch mal nackt vor den Spiegel.
Wie sieht das aus?
Willst du so ein Schwamm bleiben?
Willst du das?
Willst du das den anderen antun?
Das sie so ein Nilpferd in ihrer Gegenwart erleiden müssen.
 
Gruß Ana

21.11.13 17:18

Letzte Einträge: 21.11.2013

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